Tiere

Weltbienentag: Supermarkt zeigt, wie wichtig Bienen für unser Leben sind

Die Aktion „Stummer Frühling“ schlägt im Netz hohe Wellen – und schafft hoffentlich ein Umdenken.

Biene bedroht, Bienensterben

Wie würden Sie reagieren, wenn Sie morgens in den Supermarkt kommen und 60% der Regale sind leer? Sie wären wahrscheinlich erstaunt, oder auch verärgert. Schließlich sind wir es als Konsumenten gewohnt, dass die Regale immer gut gefüllt sind. Dabei ist das keine Selbstverständlichkeit.

Ein Penny-Markt in Hannover-Langenhagen führt vor Augen, welche Auswirkungen das Insektensterben hat. Montags wurden die Kunden von gähnender Leere überrascht und standen vor leeren Regalen: Kei Obst, kein Gemüse, keine Öle, keine Säfte, Wattepads oder Gummibärchen. Mit der Aktion „Stummer Frühling“ führt der Discounter vor Augen was passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt.

Erster Weltbienentag

Für diese Aktion zum ersten Weltbienentag der Vereinten Nationen am 20. Mai kooperierte Penny mit dem Naturschutzbund Deutschland und dem Niedersächsischen Umweltministerium.

60 Prozent aussortiert

Gemüse, Obst und alles, was pflanzliche Öle enthält oder Bestandteile von Pflanzen, die von Bienen bestäubt werden, verschwanden aus den Regalen. Da kam schon eine Menge zusammen und zeigt damit deutlich, welche Folgen das Insektensterben hat, wenn es unvermindert weitergeht.

„Biene weg, Regal leer“

Kunden lernten mit der Plakatkampagne „Biene weg, Regal leer“ wie nützlich Bienen sind – immerhin ist die das drittwichtigste Nutztier nach Rind und Schwein. 85 Prozent der Wild- und Kulturpflanzen sind weltweilt auf die Bestäubungsleistung der Bienen und anderer Insektenarten angewiesen. Schätzungen zufolge erbringen Wildbienen, Schmetterlinge & Co. einen wirtschaftlichen Nutzen von jährlich etwa 500 Milliarden Euro. Umso drastischer ist es, dass die Anzahl und Vielfalt der Insekten in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen ist.

Ihr Bestand ist in Gefahr. In den letzten 27 Jahren, gemessen an Biomasse, um rund 75 Prozent. Da stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern eher, wie das Insektensterben zu stoppen ist.

Jeder kann etwas für die Bienen tun: Etwa Blumenwiesen pflanzen oder Insektenhotels im Garten oder auf dem Balkon aufhängen. Die Aktion zeigte deutlich was uns allen blüht, wenn dem Insektensterben kein Ende bereitet wird.

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