"Man sollte sein Kind nicht nur fit fürs Verlieren, sondern auch fürs Gewinnen machen."

Veronika Lippert Elternwerkstatt
Erziehung

Von Siegern und Verlierern

Durch Niederlagen stark werden

Verlieren stärkt auch das Selbstbewusstsein von Kindern

Veronika Lippert, Pädagogin und Elterntrainerin, Elternwerkstatt

Psychologin Veronika Lippert

Siegen lernen. Man sollte sein Kind nicht nur fit fürs Verlieren, sondern auch fürs Gewinnen machen. Denn für kleine Kinder ist das mit der sozialen Kompetenz noch schwierig. Da hilft es, ihnen zu sagen: „Du hast das ganz toll gemacht, und es ist wunderbar, dass du dich so freust, wenn du gewinnst, aber du solltest nicht damit angeben und darauf herumreiten.“

Mitgefühl mit dem Verlierer. Wichtig ist es auch, sich über niemanden lustig zu machen, der verloren hat. Hier kann man mit seinem Kind besprechen, dass es sich vorstellen soll, mit dem Verlierer den Platz zu tauschen und zu schauen, was es jetzt fühlt. Schließlich will niemand ausgelacht werden, der ohnehin schon eine Niederlage einstecken musste.

Humor siegt. Spielt man gemeinsam mit seinen Kindern, kann man Humor mit einfließen lassen. Sich z. B. nicht über andere lustig machen, sondern mal über sich selbst. „Das war jetzt aber seeehr geschickt von mir!“ oder „Wie blöd bin ich denn???“.

Mitfreuen ist gut. Und es gilt auch, zu lernen, jemand anderem etwas zu vergönnen und sich mit jemandem zu freuen. Man kann also mit seinem Kind reden und sagen „Ist es nicht toll, dass dein Freund auch einmal Erster ist?“

In Summe begreift Ihr Kind so, dass man durch Niederlagen stark wird. Und Fehler auch durchaus positiv sind, weil man aus ihnen lernt.

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