Tiere

Neues Fischparadies an der Traisen

Gelungene Renaturierung: Experten bestätigen den Erfolg des neuen Öko-Betts der Traisen beim Donaukraftwerk Altenwörth in Niederösterreich.

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Die Sanierung der Traisenmündung ist Österreichs bislang größtes Renaturierungsprojekt und eine der umfassendsten Maßnahmen in ganz Europa. Zwei Jahre nach Abschluss der Arbeiten untersuchen Ökologen den Erfolg der Maßnahmen. Mit Elektro-Befischung und moderner Technik beweisen die Forscher der Universität für Bodenkultur den sensationellen Erfolg.

Neue ökologische Rekorde

LIFE+ Traisen stellt neue ökologische Rekorde auf. Auf einer Fläche von 150 Hektar wurde ein für die Region typischer neuer Lebensraum geschaffen, der einer Vielzahl von heimischen Tierarten eine erweiterte Heimat bietet. Dazu wurden 1,6 Mio. m³ Oberboden und Feinsediment innerhalb des Augebietes umgeschichtet und so Stillgewässer und Flachwassergebieten geschaffen. 1,4 Mio. m³ Kies wurde entnommen und Großteils der Donau als Geschiebe zurückgegeben. Die an der Traisen entstandene Gewässervielfalt mit ihren vielfältigen Strukturen im Übergangsbereich zwischen Wasser und Land stellen eine große Bereicherung der Au dar. Von der ökologischen Aufwertung der Traisen profitiert letztlich auch die Donau.

VERBUND-Geschäftsführer Michael Amerer ist stolz auf den Erfolg, dem umfassende Planungen vorausgingen. „Wo immer es möglich ist, leisten wir für die Umwelt weitaus mehr, als die Gesetze vorgeben. An der Traisen beweisen wir einmal mehr, dass Wasserkraft nicht nur sauber ist, sondern einen echten Mehrwert für die Umwelt erzeugen kann.“ Voraussetzung dafür ist die gute Zusammenarbeit mit europäischen, österreichischen und regionalen Partnern.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf hat das Projekt als zuständiges Mitglied der Landesregierung jahrelang begleitet. „Mit dem Projekt geben wir nicht nur dem Fluss wieder mehr Platz, sondern vernetzen und erweitern wir auch wertvolle Grünräume. Von der neuen Traisen profitieren nicht nur Seeadler und Huchen, sondern auch die Menschen der Region.“

Wissenschaft schätzt die neue Traisen

Universitätsprofessor Stefan Schmutz, Leiter des Instituts für Hydrobiologie und Gewässermanagement an der Universität für Bodenkultur, spricht von einem Projekt, das seinesgleichen sucht in Europa. „Die Wissenschaft kann von der Traisen lernen, wie andere Gewässer saniert werden könnten.“

Thomas Friedrich leitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hydrologie und Gewässermanagement das Monitoring und ist begeistert von den bisherigen Ergebnissen. „Wir erleben hier die Wiege eines ökologischen Flusssystems. Die Traisen entwickelt sich gesund und artenreich.“ Besonders freut die Forscher, dass die Vielfalt der Fische zunimmt und anspruchslose Fischarten Platz machen für seltene, strömungsliebende Fische wie Barben, NasenStreber und Schneider.

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