Wohnen

Matratze für Kinder kaufen: Wie du dich bettest, so liegst du

Die richtige Matratze für den perfekten Schlaf: Wir haben mit dem zehnjährigen Alfred im Bettenstudio nachgefragt, worauf es beim Matratzenkauf für Kinder ankommt.

Die richtige Matratze für Kinder kaufen

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr, lautet ein sehr alter Spruch, der selten so richtig ist wie beim Thema Schlafen. Rund ein Drittel seiner Lebenszeit verbringt der Mensch schlafend im Bett, Kinder im Schnitt sogar deutlich mehr. Deswegen gilt: Wer gut liegt, lebt besser. Bei kleinen Kindern braucht es für guten Schlaf ein gutes Gefühl, Sicherheit und Geborgenheit, eine schlechte Haltung beim Schlafen ist aufgrund der physiologischen Gegebenheiten eher weniger möglich. Bei Kindern bis zum achten Lebensjahr ist die noch durchblutete Wirbelsäule relativ gerade, die „S-Form“ bildet sich erst später heraus. Spätestens dann wird die Wahl der richtigen Matratze zum entscheidenden Kriterium für den gesunden Schlaf.

hello familiii hat sich mit dem zehnjährigen Alfred und Experten von Betten Reiter schlau gemacht, welche Matratze am besten geeignet ist und worauf er und seine Eltern bei Auswahl und Kauf achten müssen.

Hart, aber herzlich

„Kleinkinder brauchen für eine gesunde Entwicklung viel Schlaf. Sie verbringen etwa zehn Stunden am Tag im Bett. Auch bei größeren Kindern ist das Schlafbedürfnis noch sehr hoch. Die richtige Größe, das richtige schadstofffreie Material und die richtige Festigkeit sind daher auch bei Kindermatratzen zentrale Kriterien“, weiß Peter Hildebrand, Geschäftsführer von Betten Reiter im Stafa Wien. Und ganz generell gilt natürlich: Jedes Bettsystem, bestehend aus Matratze und Unterfederung, muss sich individuell an den Schläfer anpassen können.

Die Wirbelsäule soll im Liegen immer ihre natürliche Doppel-S-Form beibehalten, besonders Hals- oder Lendenwirbelsäule dürfen nicht abknicken. In der Rückenlage gibt es dabei weniger Probleme als in der Seiten- oder Bauchlage. Unser Matratzen-Testkind Alfred ließ sich das nicht zweimal sagen und stellte die ausgestellten Matratzen im Bettenstudio dementsprechend auf die Probe. Denn auch wenn Kinder in seinem Alter bereits am besten auf Erwachsenenmatratzen liegen, so haben sie natürlich erweiterte Anforderungen an Betten, die weit über das Schlafen hinausgehen. Und „nur die richtige Matratze kann die verschiedenen Phasen des kindlichen Wachstums optimal begleiten und gleichzeitig auch noch Spielwiese und Hüpfburg sein“, wie Kerstin Borovszky vorwegschickt. Was den Schlaf betrifft, so richtet sich die richtige Matratzengröße in erster Linie nach der Körpergröße des Kindes. Die Maße sind dann optimal, wenn die Matratze 20 cm länger ist als die Körpergröße (das gilt übrigens auch für Erwachsenene!).

Kindermatratzen sind in unterschiedlichen Materialien erhältlich, der Matratzenkern besteht aus Schaumstoff, Kaltschaum oder Kokos. Der Bezug sollte immer abnehmbar und waschbar sein. Mittelfeste Kaltschaummatratzen sind für Kinder ab fünf Jahren besonders geeignet, diese passen sich ideal den Körperkonturen an, besitzen eine gute Punktelastizität und bieten gute Wärmeisolation. Eine gute Kindermatratze sollte hart genug sein, um ein zu tiefes Einsinken des Kindes in die Matratze zu verhindern. „Als Daumenregel gilt: Drei bis vier Zentimeter Einsinktiefe sind akzeptabel. Eine zu weiche Matratze kann dem Kind schaden. Beim Wachstum gibt es Phasen, in denen sich die Muskeln und die Knochen nicht gleich entwickeln, sodass die Wirbelsäule auf einer weichen Matratze nicht ausreichend gestützt ist. Zudem sollte daran gedacht werden, dass Kinder eben im Bett auch meistens herumspringen“, erzählt Kerstin Borovszky. Diese Kinderalltagstauglichkeit der angebotenen Matratzen wurde selbstverständlich von Alfred erfolgreich auf die Probe gestellt, dennoch hat er sich für uns bereiterklärt, auch das „normale“ Schlafen auszuprobieren. Vor allem die Seitenlage sollte beim Matratzenkauf auch bei Kindern ausführlich geprüft und beachtet werden, um die richtige Lage der Wirbelsäule im Schlaf zu gewährleisten.

Matratze kaufen Kind
Alles gut für die Wirbelsäule: Kerstin Borovszky erklärt Alfred, wie er die optimale Seitenschlafposition finden kann.

Krafttanken im Schlaf

Im Vergleich zur Haltbarkeit einer Erwachsenenmatratze, bei der man zehn Jahre veranschlagt, beträgt die einer Kindermatratze deutlich weniger – man sollte etwa mit fünf Jahren rechnen.  Bei Betten Reiter etwa wird die Kindermatratze „Nordlicht“ angeboten. Sie besteht aus punktelastischem Kaltschaum mit Oberflächenkonturschnitt auf beiden Liegeflächen. Dieser ist kombiniert mit vertikalen und horizontalen Luftkanälen für die optimale Belüftung. Der Bezug ist aus Tencel mit Lavendel- und Melissenöl-Veredelung. Seitlich ist ein spezieller luftdurchlässiger Ventilationsstoff. Der Bezug ist schadstoffgeprüft, teilbar und waschbar bei 60 Grad und schontrocknergeeignet.
Alfred war jedenfalls nach seinem Test von der Vielfalt und der Qualität des Matratzenangebots sehr angetan. Er weiß jetzt, dass Schlafen von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, aber die Wahl der richtigen Matratze ganz oben auf der Liste steht.

„Guter Kinderschlaf ist auch entspannter Schlaf für die Eltern. Stimmt das Wohlbefinden auf der Matratze, kann das Kind auch tiefer schlafen!“

Peter Hildebrand, Geschäftsführer Betten Reiter

Zitatzeichen

8 Tipps für die Wahl der richtigen Matratze

1. Größe:  Die richtige Matratzengröße richtet sich in erster Linie nach der Körpergröße des Kindes. Die Maße sind dann optimal, wenn die Matratze 20 cm  länger ist als die Körpergröße.
2. Waschbarkeit:  Matratzenbezüge sollten ebenso wie Kinderpolster und Zudecken immer gut waschbar sein.
3. Festigkeit: Mittelfeste Kaltschaummatratzen sind für Kinder ab fünf Jahren besonders geeignet. Sie passen sich ideal den Körperkonturen an, besitzen gute Punktelastizität und Wärmeisolation.
4. Haltbarkeit:  Die Haltbarkeitsdauer einer Kindermatratze im Vergleich zu einer für Erwachsene ist kürzer. Sie beträgt ungefähr fünf Jahre.
5. Härte: Eine gute Kindermatratze sollte hart genug sein, um ein zu tiefes Einsinken des Kindes in die Matratze zu verhindern. Als Daumenregel gilt: drei bis vier cm Einsinktiefe sind akzeptabel.
6. Material:  Kindermatratzen gibt es in unterschiedlichen Materialien. Der Kern besteht aus Schaumstoff, Kaltschaum oder Kokos. Der Bezug sollte abnehmbar und waschbar sein.
7. Beim Kauf Zeit lassen:  Matratzenkauf ist Vertrauenssache und klappt selten auf die Schnelle. Man braucht Zeit, wichtig ist die eigene Wahrnehmung.
8. Probeliegen:  Ausführliches Probeliegen ist unabdingbar, am besten mit leichter Kleidung, so wie man wirklich schläft.

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